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peacemaker_fx
 

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Radfahren, Wandern, Paddeln, Joggen - Ich bewege mich gerne und bin gerne draußen in der Natur, möglichst weit weg von Autos und Motorenlärm. Mindestens einmal pro Woche versuche ich, der Stadt den Rücken zu kehren. Klappt nicht immer, aber oft. Meistens solo, ab und zu mit Freunden.
Eine sportliche Herausforderung ist fast immer mit dabei. Ich versuche aber diese nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, sondern bewusst das Unterwegssein selbst als Erlebnis zu verstehen und zu gestalten. Klappt auch nicht immer, aber oft.
PN: felix(*at*)masurenburg.de

Distancia

17.431 km

Tiempo en movimiento

1614:50 h

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Cronología
  1. peacemaker_fx hizo una caminata.

    23 de abril de 2021

    05:08
    26,3 km
    5,1 km/h
    420 m
    370 m
    A icke, Robert R. y 35 más les gusta.
    1. peacemaker_fx

      Heute wartete also die Schlussetappe meiner Burgenwegwanderung auf mich. Da laut Planung dafür nur ca. 21 km Wanderwegstrecke übrig waren, hab ich fast jeden kleinen Umweg mitgenommen, der interessant genug schien, und mir wirklich viel Zeit gelassen. Bei diesem wunderbaren Frühlingswetter ist mir das auch überhaupt nicht schwer gefallen. Die morgens noch einigermaßen geschlossene Wolkendecke, wurde im Lauf des Tages von dem frischen Wind allmählich zerlöchert und zerrupft. Immer öfter lugten Himmelsblau und Sonnenstrahlen hindurch, bis die weißen Wolkenschiffe am Nachmittag nur noch mit großem Abstand über das Firmament segelten.
      Ganz neu war die heutige Wegstrecke nicht für mich, denn ich war hier bereits entlanggewandert, als ich im Januar 2020 auf dem E11 unterwegs war. Zwischen Ragösen und Bad Belzig ist der Verlauf von Burgen- und europäischen Fernwanderweg identisch.
      Ragösen liegt ganz am Rand der flachen Ebene des Baruther Urstromtals und schmiegt sich dicht an die etwa 40 Meter hohe, steile Ostflanke des Fläming. Erst 1815 wurde das Dorf brandenburgisch bzw. preußisch. Seit der deutschen Besiedlungswelle im 12. und 13. Jh. war der vormals slawische Ort einer der letzten Vorposten Sachsens. Das 5 km entfernte Golzow auf der anderen Seite der Niederung war seit jeher märkisch und die Ragösener Bevölkerung hatte im Mittelalter unter den ständigen Grenzstreitigkeiten und gegenseitigen Übergriffen zu leiden. Erst eine Neuvermessung und Markierung der Grenzlinie mit steinernen Pfosten ab 1580 schaffte Klarheit und etwas mehr Frieden. Die reichlichen Zolleinnahmen, die hier getätigt wurden, dienten unter anderem zum Ausbau der Belziger Burg Eisenhardt zum Schloss. Der Wanderweg führt gleich hinter dem Dorf in den Wald hinauf. Ein kleiner Abstecher auf den Nickelberg erlaubt einen schönen Blick über die Dächer von Ragösen und die Niederung bis hinüber zu den ansteigenden Hügeln der Zauche. Auf der Höhe ging es nun weiter durch den Kiefernwald. Bevor man Dippmannsdorf erreicht führt der Weg noch einmal fast ganz hinunter, dann an der Hügelkante wieder hinauf - eine der wenigen Stellen mit Ausblick, wo man von der erhöhten Position profitiert - um anschließend wieder in den schwarz-roten Säulenwald der Kiefernstämme einzutauchen. Das Spiel aus Licht und Schatten am Waldboden, das abwechslungsreiche Gelände und der störungsfreie Genuss des Singvogelkonzertes ließen sogar diesen monotonen Forst recht angenehm erscheinen. Nach Dippmannsdorf hinein folgt man einem sanft abfallenden Tal, welches sich am Ortsrand zum sogenannten Dippmannsdorfer Paradies verbreitert. Hier sprudeln unheimlich viele, richtig starke Quellen unmittelbar aus den Fuß der Endmoränenhügel. Der sumpfige Talboden ist daher von einem Gewirr klarer, flacher Bäche durchzogen. Auf den 'Inseln' dazwischen erstrahlen momentan noch die weißblühenden Wiesen aus Buschwindröschen im Sonnenlicht. Aber aus den Knospen der stattlichen Erlen, Eichen und Buchen drängen sich inzwischen mit Macht zarte Blättchen hervor. Nur ein paar Tage noch, dann wird das Paradies wohl über den Sommer in grünes Halbdunkel getaucht werden. Auf kleinen Stegen und Brücken kann man eine schöne Runde mitten durch dieses gluckernde und plätschernde Wasserwunderland laufen. Ich war ja nun schon öfter hier, bin aber trotzdem jedes Mal wieder fasziniert davon, in welcher Menge das Quellwasser an die Oberfläche tritt. Den Ort Dippmannsdorf habe ich mir nicht weiter angeschaut, sondern bin auf dem Wanderweg am Waldrand geblieben. Lediglich an der bemerkenswerten Kirche mit ihrem eigenwilligen, schwarz-roten Ziegelfachwerkdesign kann man natürlich nicht so ohne weiteres vorbeilaufen. Hinter dem Ort kehrt der Wanderweg zunächst nicht mehr bis ganz nach oben auf den Fläminghang zurück sondern überquert in ständigen auf- und ab, sowie leichtem Schlängelkurs nur die unteren Ausläufer der Berge. Hier findet man sehr schöne Laub- und Mischwälder. Nur 200 Meter entfernt von der Route steht die Dippmannsdorfer Hexenbuche am Rand einer ehemaligen Lehmgrube. Mit einem bizarren, ausdehnten Geflecht dicker Oberflächenwurzeln krallt sie sich an der Kante des Abhanges fest. Die Vergangenheitsform ist wohl angebrachter, denn der sagenumwobene Baum hat die vergangenen trockenen Sommer nicht überlebt. Nun ist aus der Hexenbuche eine Zombiebuche geworden, deren tote, kahle Äste in den Himmel ragen. Zurück zur Route. Durch feinsten Flämingsand hieß es nun zum 118 Meter Galgenberg hinaufstapfen. Die Bäume am Hang sind schon zu hoch gewachsen, als dass man von oben in die Ebene hinausgucken kann, nicht mal von dem eigens aufgeschütteten Hügel. Der Berg hat seinen Namen nicht umsonst. Er diente tatsächlich als Richtstätte, wo Verbrecher am Galgen aufgeknüpft wurden. Erst 2015 wurden hier die Gebeine von Delinquenten entdeckt und ausgegraben. Weitere brachte 2018 Sturm Xavier ans Tageslicht, als einige Bäume entwurzelt wurden. Der Galgenberg bildet den südlichen Abschluss dieses recht steilen Abschnitts des östlichen Fläming zwischen hier und Ragösen. Ab Lütte weichen die Anhöhen nach Westen zurück und bilden eine Flachlandbucht. In deren Zentrum liegt Bad Belzig. Die Abhänge verlaufen sanft und sind daher stellenweise wieder für Feld- und Weideflächen nutzbar. Auf dem Weg vom Galgenberg zum Dorf hinunter kommt man daher erstmals seit Beginn der Wanderung wieder in den Genuss des freien Himmels, wenn man am Rand dieser offenen Flächen entlangläuft. Etliche kleine Bäche bahnen sich im Bereich um Bad Belzig herum ihren Weg aus dem Hohen Fläming in das Urstromtal. Im Lauf der Zeiten haben sie sich tiefer und tiefer in den sandigen Boden gewaschen und mit ihren Tälern in die Hänge gefurcht. Wie Ragösen und Dippmannsdorf liegt auch Lütte an der Bundesstraße 102, die als Chausseestraße mitten durch das Dorf führt. Infolgedessen rollt ein steter Strom von PKW und Lastwagen inklusive Schwerlastverkehr hindurch, was nicht gerade für ein besonders ländlich-ruhiges Flair sorgt. Im Gegensatz zu den anderen beiden Dörfern liegt jedoch ein großer Teil des Ortes an der Nebenstraße "Am Lütter Bach", die als Sackgasse im Bruch endet. Dieser Teil des Dorfes gefällt mir gut, denn hier reihen sich schöne alte Bauerngehöfte aneinander. Der Abstand der beiden gegenüberliegenden Häuserreihen ist recht groß und über die Hälfte der Straßenbreite wird von einem Wiesenstreifen eingenommen auf dem alte Obstbäume wachsen. Im Moment stehen sie natürlich in voller Blüte und sind daher besonders schön anzusehen. Ebenfalls ein wenig abseits der Hauptstraße steht die kleine Kirche, ein Musterbeispiel der Schinkelschen Normalenkirchen. Der legendär sparsame Preußenkönig Friedrich Wilhelm III hatte 1825 seinen großen Baumeister damit beauftragt einen schlichten, billigen und zweckmäßigen Kirchenprototyp zu entwickeln, den sich auch arme Kirchengemeinden auf dem Lande leisten konnten. Ein Glück, denn so wurde trotz marginalen Finanzbedarfs ein ästhetisches und ansehnliches Konzept nach klassizistisch-schinkelscher Manier daraus. Der Wanderweg führt nun auf einer kleinen Straße aus Lütte durch die flache Ebene zum Forsthaus Rothebach und anschließend in relativ gerader Linie über sandige Hügel bis zur Springbachmühle. Vegetation und Landschaft sind einigermaßen abwechslungsreich. Mal Laub-, mal Nadelwald, mal offene Abschnitte am Waldrand sind ebenso dabei wie sumpfige Stellen, wo Bäche kreuzen. Das Ausflugslokal an der Springbachmühle war natürlich coronabedingt geschlossen, sodass ich mich mit einem über den Zaun stibitzten Foto von der hübsch restaurierten Mühle begnügen musste. Von dort läuft man eine ganze Weile auf einem gepflasterten Weg durch eine wirklich sehr liebliche, halboffene, fast parkähnliche Landschaft den Hügel hinauf, an der Baustellenruine der ehem. Obermühle vorbei bis an den Stadtrand von Belzig, wo sich eine Neubau- Einfamilienhaussiedlung auf dem Hügelkamm ausgebreitet hat. Als ich im vergangenen Winter hier entlanggewandert war, kam sie mir sehr steril und öde vor. Jetzt im Frühling mit den vielen bunten Blüten in den Vorgärten hinterlässt sie einen deutlich freundlicheren Eindruck. Der Burgenwanderweg umkreist die Stadt nun in einem großen Bogen an der Westseite. Obwohl man meist im Wald bleibt, merkt man doch, dass die Stadt nicht weit ist. Spaziergänger, Jogger, Menschen die von ihren Hunden durch den Wald gezerrt werden, sowie die unvermeidliche Kulisse von Hintergrundgeräuschen, die selbst so eine Kleinstadt wie Belzig erzeugt. Nach einem stetigen auf- und ab durch die vom Wasser aus den Fläminghügeln gewaschenen Seitentäler schwenkt der Weg dann im Tal des Belziger Baches in Richtung Stadt und Burg. Hier sammeln sich scheinbar alle Wanderwege und bald wird man wohl einen zweiten Wegweiserpfahl aufstellen müssen, um alle Wanderwegschilder unterzubringen.
      Aus dem Bachtal sieht man über den Bäumen bereits den Butterturm mit der flatternden Fahne aufragen und bald war er auch erreicht. Wie nicht anders zu erwarten, hatte das Museum geschlossen und somit war leider kein gebührender Abschluss der Burgenwanderwegrunde mit weitem Flämingblick möglich. Weiter tragisch ist das nicht, denn die Besteigung der anderen 3 Burgtürme steht ja auch noch aus. Zumindest war aber das Café auf dem Burghof geöffnet und ich konnte mir eine kleine kulinarische Belohnung mit hausgebackenem Käsekuchen und herben Pils, sowie Ausblick über die Dächer des sonnenbeschienenen Flämingstädtchens gönnen.
      Der Kreis ist damit geschlossen und ich kann zufrieden nach Hause zurückkehren. Die abschließende Runde durch die schöne Belziger Innenstadt diente nur zu Überbrückung der Wartezeit, bis der nächste Regionalzug nach Berlin ging. Wie gesagt, diese Wanderetappe kannte ich bereits vom E11 und viel hat sich seit vergangenem Jahr nicht verändert. Ich halte sie für eine der abwechslungsreichsten und in ihrer Gesamtheit betrachtet, mit wenigen Abstrichen, für die zweitschönste Etappe des Burgenwanderwegs, nach der von Belzig nach Niemegk. Im Vergleich ist sie sicherlich nicht so abgeschieden und ruhig wie einige andere Stellen des Weges. Jedoch kann man auch hier sagen, dass sie quasi keine Straßenabschnitte außerhalb von Ortschaften enthält, sondern fast ausschließlich auf naturnahen Wald- und Feldwegen verläuft, ein großer Anteil sogar auf reinen Wanderpfaden. Besonders schön finde ich den Weg zwischen Dippmannsdorf und Lütte und das mit Abstand bemerkenswerteste Highlight der Strecke ist für mich das Dippmannsdorfer Paradies.

      • 24 de abril de 2021

  2. peacemaker_fx y Frank Meyer hicieron una caminata.

    17 de abril de 2021

    1. peacemaker_fx

      Diese Wanderung ist Teil einer großen Staffelwanderung rund um Berlin, die sich an dem bekannten 66-Seen-Weg orientiert. Link zur Collection mit allen Etappen:
      komoot.de/collection/1141433/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-mehr-als-66-seen-an-einem-tag-17-04-2021
      Heute startet sie also endlich, die große Runde, dachte ich beinahe ein wenig ehrfürchtig, während ich am Morgen aus Werneuchen mit dem Bus zu meinem Startpunkt in Leuenberg fuhr. Tolles Gefühl dabeizusein. Darüber, dass ich zudem noch diese herrliche Etappe ergattert hatte, freue ich mich ganz besonders. Sie ist zwar nicht sehr lang, jedoch beinhaltet sie am Anfang mit dem nördlichen Teil des Gamengrundes einen der schönsten Abschnitte des 66-Seen-Weges, wie ich finde. Später erreicht man das quasi mit Highlights gespickte Dorf Cöthen und folgt am Ende dem schönen Wanderweg neben dem Falkenberger Fließ und über die Berge des Oderbruchhanges. Bevor ich mich so richtig ins Gelände begab, habe ich eine kurze Besichtigungsrunde durch Leuenberg gemacht. Den schönsten Teil des Dorfes hat man jedoch bereits vor sich, wenn man gegenüber vom Dorfteich aus dem Bus aussteigt. Der Rest ist so, na ja. Dann ging es hinunter in den Gamengrund. Entgegen meiner Befürchtung hatte die etwas wage Wettervorhersage unrecht. Immer wieder blinzelte die Sonne zwischen den Wolken hervor und ließ den blütenübersäten Waldboden weiß, gelb und blau aufleuchten. Die Buschwindröschen und Leberblümchen müssen jetzt noch mal alles geben, denn in Kürze ist ihre Zeit vorüber. Inzwischen hat der Frühling auch die Waldbäume und -sträucher aus der Winterruhe geweckt. Wo man hinschaut, sprießt und sprosst es, schieben sich hellgrüne, zarte Blättchen aus jeder Knospe. Noch aber gelangen die Sonnenstrahlen bis auf den Waldboden. Verlaufen könnte man sich hier auch ohne Komoot nicht. Das schmale Rinnental gibt die Richtung vor. Auch wurde offenbar vor Kurzem die Wanderwegmarkierungen erneuert. Nach Leuenberg passiert man zunächst den Röthsee und erreicht danach Zanders Grund, einen der wenigen nicht bewaldeten Abschnitte des Gamengrundes. An dessen Ende überquert man die Landstraße nach Brunow, taucht in einen wunderschönen Mischwald mit vielen Buchen und Robinien ein und wandert anschließend am Ostufer des Langen Sees entlang. Was ich ganz besonders am Gamengrund liebe, ist diese fast vollständige Abwesenheit von Zivilisationslärm. Die Dörfer sind alle ein Stückchen weg von dem Tal und das Meiste, was von dort an Geräuschen kommt, geht scheinbar einfach drüber hinweg. Leise ist es zu dieser Jahreszeit natürlich keineswegs. Die Vogelwelt ist in Fortpflanzungslaune und jeder der Piepen kann, singt sich dafür die Kehle aus dem gefiederten Leib. Einer trällert lauter als der nächste. Untermalt wird da Ganze im Hintergrund vom weithin schallenden, rhythmischen Geklopfe der Spechte. Gelegentlich übertönt das kurze Solo einer nah vorübereilenden Hummel das Gezwitscher. Natürlich ist das nichts Einmaliges, das es nur im Gamengrund gibt. Aber hier ist ein Ort, wo die Chance sehr hoch ist, dass wirklich niemand die Performance stört, kein Auto, kein Rasenmäher, kein Trekker, kein Gehämmer und kein Radio. Wenn man eine Weile stehenbleibt und die Lauscher aufsperrt, kann man das Konzert in Vollkommenheit erleben. Solche Orte gibt es nicht so viele, glaube ich.Der Wasserstand der Seen im Gamengrund ist in diesem Jahr wieder ein winziges Bisschen gestiegen. An den überschwemmten Wiesen im Uferbereich kann man es sehen. Jedoch ist es im Vergleich zu früheren Jahren immer noch dürftig. Gerade die sehr flachen Bereiche an den Nord- und Südenden der Seen sind bereits sogut wie verlandet. Das Schilf, dass sich dort breitgemacht hatte, wird inzwischen allmählich von Büschen und kleinen Bäumen verdrängt. Die ganz kleinen Waldseen erwecken eher den Eindruck von verschilften Sümpfen mit kleinem Tümpel in der Mitte. Nach dem Langen See folgen noch der Dümpel und jenseits der querenden Landstraße der Buchsee. Anschließend geht es ein paar Kilometer ohne Wasser weiter. Dort ist das Gamengrundtal deutlich stärker profiliert. Immer wieder gehts hoch und runter. In diesem Abschnitt ist der Wald an mehreren Stellen ziemlich ausgedünnt worden. Den Holzstapeln nach zu urteilen, hat man kürzlich vor allem Robinien gefällt, was leider einige recht unschöne, kahle Stellen im Wald hinterlassen hat. Bevor ich in Krummenpfahl ankam, lagen dann noch vier kleine Seen an der Strecke. Der letzte heißt Teufelssee. Die Namen der anderen drei hab ich bisher vergeblich versucht herauszufinden. Wahrscheinlich lohnt es sich auch kaum noch, denn nach ein-zwei weiteren trockenen Sommern, wird es sie wohl nicht mehr geben. Der Gamensee bei Krummenpfahl hingegen macht dagegen noch einen guten Eindruck, zumindest einen besseren. Weniger Modderpfuhl, mehr See. Die Route führt auf einem sehr schönen, schmalen Wanderweg dicht am Ostufer entlang. Es gibt überall Bade- oder Anglerstellen, wo man einen freien Blick über das Wasser genießen kann. Der nördlichste und letzte Gamengrundsee ist der Tiefensee. Seinem Namen macht er aber gar keine Ehre, denn er ist scheinbar so flach, dass er eigentlich als See gar nicht mehr existiert. Anhand der ausgedehnten Schilfwiese kann man noch ahnen, wo er mal gewesen ist. Am Nordende des Tiefensees verlasse ich sowohl den Gamengrund als auch die Originalroute des 66-Seen-Wanderweges. Der biegt hier Richtung Westen ab und führt nach Trampe. Ich wende mich hingegen nach Osten und es geht 2 km durch den Wald nach Köthen. Das Waldgebiet ist der östlichste Zipfel des Naturparks Barnim, der sich von hier bis an die Havel erstreckt. Der Wald ist auch wirklich abwechslungsreich und hat einen hohen Anteil an Laubbäumen. Jedoch kann eine schnurgerader Forstweg nicht wirklich mit dem Gamengrund konkurrieren. Cöthen wiederum hat für ein so kleines Dorf eine ganze Menge zu bieten. Zunächst wäre da die türkisfarbene, klassizistische Schinkelkirche, die auf einem kleinen Hügel über dem Dorf thront. Einem nach der Wende gegründeten Förderverein ist es zu verdanken, dass das Gebäude restauriert wurde und heute wieder schön aussieht, nachdem es zu DDR-Zeiten als Lagerhalle missbraucht und stark vernachlässigt worden war. Und auf keinen Fall kann man Cöthen verlassen, ohne einen Blick auf den Wasserfall und das Wasserrad im Cöthener Park zu werfen. Jedes mal wieder ein Muss. Beide verdanken ihr Dasein dem Cöthener oder auch Falkenberger Fließ, dass sich von hier aus seinen Weg zwischen den Hügeln hinunter in's Oderbruch sucht. Ich folgte dem plätschernden Bächlein ein Stück, wandte mich dann aber wieder den Bergen zu. Diese sind streng genommen keine Berge sondern der 'ausgefranste' Rand der Barnimhochfläche, die hier zum ca. 50 Meter tieferliegenden Oderbruch abfällt. Der Ort Falkenberg liegt schon unten und erstreckt sich gleich in mehrere Seitentälern hinein. Ich blieb erstmal oben, bis ich das Ausflugsrestaurant Carlsburg erreicht hatte. Es wäre einfach zu schön gewesen, wenn es offen gehabt hätte. Die Sonne, die sich zwischenzeitlich ein wenig rar gemacht hatte, war jetzt am Nachmittag wieder richtig bei der Sache. Diese Lage hoch über den Dächern von Falkenberg mit erstklassigem Blick in das Niederoderbruch sucht wahrscheinlich seinesgleichen. Momentan weiß man natürlich, dass man sich mit dem Traum begnügen muss, aber tatsächlich hab ich es auch vor Corona nie erlebt, dass das Ding offen hat. Sei's drum. Runter vom Berg. Ein wenig Zeit war noch übrig, bevor der nächste Zug gen Heimat fahren würde. Diese nutzte ich dazu, eine Blick auf die Kirche zu werfen und mir ein paar der auffällig schicken Falkenberger Villen anzuschauen. Aus den geplanten 17,4 km sind am Ende 22,5 geworden, obwohl ich der Meinung bin, unterwegs nur relativ kleine Abstecher von der Route gemacht zu haben. Das ist andererseits auch ganz gut so, denn nun muss ich mir nicht den Vorwurf machen, hier eine Wanderung von weniger als 20 km zu präsentieren. Man hat ja auch seinen Stolz. Aber im Ernst. Ich hab das Wandern dieser Staffeletappe heute wirklich sehr genossen und kann eine Nachahmung ohne Einschränkung empfehlen. Sehr, sehr viel Natur, ausschließlich schöne bis besonders schöne Waldwege mit natürlichem Untergrund und die gesamte Strecke dabei wunderbar abwechslungsreich. Vielen Dank auch an dieser Stelle noch mal an Frank und Manfred für die Idee und Organisation, sowie an alle die das Projekt mit fleißigen Füßen umgesetzt haben, sowie Zeit und Geduld in die Nacharbeit gesteckt haben. Zuguterletzt natürlich auch vielen Dank an Komoot, das uns alle verbindet und ohne das so ein Event kaum umsetzbar wäre. Ich freue mich sehr dabei gewesen zu sein.

      • 17 de abril de 2021

  3. peacemaker_fx hizo una caminata.

    9 de abril de 2021

    07:30
    40,7 km
    5,4 km/h
    410 m
    420 m
    A Sachsen Onkel, Tom & Freki🎗 y 36 más les gusta.
    1. peacemaker_fx

      Nach über einem Monat Pause nahm ich heute die Fortsetzung des Burgenwanderwegs in Angriff, was vor allem der miserablen Erreichbarkeit von Ziesar am Wochenende geschuldet ist. Selbst wochentags muss man schon mindestens zwei Stunden Anfahrtszeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Berlin einplanen, obwohl die Kleinstadt nicht mal 100 km entfernt ist. Zunächst stand eine kleine Erkundungsrunde durch die Stadt auf dem Plan, für die ich am Ende der letzten Etappe weder Zeit noch Kraft übrig gehabt hatte. Ziesar lag früher an der bedeutenden Militär- und Handelsroute zwischen Magdeburg und Brandenburg und war über lange Zeit Residenz der brandenburgischen Bischöfe. Es ist zwar schon über 1000 Jahre alt, jedoch findet man hier keine mittelalterlich engen Gassen. Lange, gerade und zum Teil breite Straßen werden von ein- oder maximal zweigeschossigen Häusern gesäumt. Die Stadt macht eine übersichtlichen, aufgeräumten und ländlich-luftigen Eindruck. In anderen Gegenden von Deutschland würde sie wohl heutzutage mit ihren rund 2500 Einwohnern glatt als Dorf durchgehen. Das Flair ist gerade so noch städtisch.Der Besuch der Bischofsburg am südlichen Stadtrand war natürlich Pflicht auf dem Burgenwanderweg. Für den Aufstieg auf den stattlichen Bergfried war ich leider eine halbe Stunde zu früh dran. Das Museum öffnet erst um 10:00. Angesichts des noch vor mir liegenden heutigen Wanderpensums wollte ich aber keine Zeit mit Warten vertrödeln. Gelegentlich werd' ich wohl nicht umhin kommen, mir mal das Radl zu schnappen und die Turmbesteigungen nachholen. Der Wiesenburger Burgturm und der von Burg Rabenstein fehlen mir ja auch noch. Zurück durch die Stadt ging es dann an der ehemaligen Klosterkirche und heutigen Stadtpfarrkirche St. Crucis vorbei, um deren Turm sich gleich ein ganzes Rudel Turmfalken tummelte, Anschließend einmal der Länge nach durch den Breiten Weg, seit alters her Haupt- und Marktstraße des Ortes.
      Nur wenige hundert Meter weiter lagen die letzten Stadthäuser dann allerdings auch schon hinter mir und ich wanderte auf einem auf einem schönen Feldweg neben den rostigen Schienen der stillgelegten Bahnstrecke durch einem Tunnel aus weißen Blüten Richtung Bücknitz. Ich erreichte den Kieferwald der Bücknitzer Heide. Diese bedeckt den vom Flüsschen Buckau aufgeschütteten Sander. Insofern könnte man sie als den letzten, minimal erhöhten Vorposten des Fläming betrachten bevor sich im Norden die Niederungsebenen des Fiener Bruchs und des Havellandes erstrecken. Davon abgesehen ist es aber ein eher durchschnittlicher Kiefernforst.
      In Bücknitz traf ich auf die Buckau, neben der Plane das zweite bedeutende Fließgewässer des Hohen Fläming. Am Rand des Dorfes steht die 1905 erbaute Krügermühle. Dort wurde erstaunlicherweise bis in die 1990er Jahre industriell Mehl gemahlen. Später rüstete man sie mit einer Turbine zur Stromerzeugung aus. Ein Museumsverein hatte die Mühle nach der Wende erworben und sich um die Erhaltung des denkmalgeschützten Industrieensembles bemüht. Zeitungsnotizen zufolge ist aus dem Museums- und Schaumühlenbetrieb jedoch nichts so richtig geworden und die Mühle wurde anscheinend 2018 versteigert. Ob oder was dort momentan passiert, ist vor Ort nicht erkennbar.
      Das Dorf Bücknitz ist offenbar umzingelt von intensiv bewirtschafteten Kuhweiden. Das hatte zur Folge, dass ich eine Menge funkelnagelneuer, tapsiger Kälber zu sehen bekam, jedoch andererseits in weitem Umkreis auch der süßlich-scharfe Geruch von Silage in der Luft lag, den auch der kräftige Wind nicht wegzupusten vermochte.
      Nach einem kleinen Schlenker durch das Zentrum führt ein schöner Waldweg unweit der Buckau vom Dorf bis zu Eulenmühle. Diese ist zwar schon wesentlich älter als die Krügermühle, jedoch treibt die Wasserkraft hier bereits seit 1918 eine Turbine an, die Strom erzeugt. Früher wurde damit das nahe Dorf Glienicke versorgt. Heute wir der Strom des Kleinkraftwerks in's Netz eingespeist. Mir gefällt diese Idee: sich drehende Mühlräder sind ja immer ein Hingucker und hier wird das zudem noch sinnvoll genutzt, emissionsfrei. Wie man liest, wirft der Müller ab und zu sogar das alte Sägewerk an, das immer noch funktionstüchtig ist. Zur Mühle gehört auch ein Restaurant und eine Pension. (Infos hier: eulenmuehle-ziesar.de) Momentan ist natürlich alles dicht. Der Burgenwanderweg schlägt nun einen spitzen Haken durch den Wald bis in das Fiener Bruch, ein Stück über das offene Flachland und dann zurück in das Straßendorf Glienicke. Eine kurze Stippvisite der Dorfkirche und weiter ging es über die Felder in Richtung der Fläminghöhen. Der böige Wind zerstreute heute zum Glück rasch den Autobahnlärm. Nach Überquerung der A2 erreichte ich Steinberg. Wie Glienicke fand ich auch dieses Dorf eher nichtssagend. Bis auf die Kirche und einen ehemaligen Trafoturm, der zu einer Art Mini-Wohnburgturm umgestaltet worden war, gibt es kaum etwas, das in der Erinnerung haften bleibt. Kein Laden, keine Gaststätte oder sonstige öffentlichen Orte, wo sich gesellschaftliches Leben abspielen könnte. Nicht mal ein Kindergarten. Nur Wohnhäuser, nicht mal sonderlich sehenswerte. Aber gut, ich will nicht weiter herummäkeln. Den Leuten, die hier wohnen und leben, muss es gefallen. Ich bin ja nur ein Durchwandernder. Einen tiefgründigen Eindruck gewinnt man dabei ja nicht gerade. Hinter Steinberg beginnt der Naturpark Hoher Fläming. Das Gelände wird hügeliger. Wald- und Wiesenabschnitte wechseln einander ab, sodass es nicht langweilig wird. Felder gibt es fast keine mehr entlang der Wanderweges. Der größte Teil der offenen Flächen sind Weiden für Pferde und Rinder. Sehr gut gefallen hat mir der Feldweg von Grebs bis zum Waldrand. Er verläuft in der Mitte eines flachen Tals, das rundum von bewaldeten Hügeln umgeben ist. So entsteht der wunderbare Eindruck eines abgeschiedenen, weitläufigen und freien Naturraumes. Der frische Wind fegte darüber hinweg, zauste die Wolken und sorgte für ständig neue Lichtstimmungen. Ganze Scharen von Lerchen erfüllten die Luft mit ihren Gezwitscher und Geträller. Ich hab länger probiert, ob ich eine mit dem Fotoapparat erwische, aber die sind zu schnell für mich. Immer wenn ich endlich mal eine nah genug herangezoomt hatte, ließ sie sich wie ein Stein vom Himmel fallen und verschwand im Gras. Ich werde wohl in puncto Tieraufnahmen weiterhin vorrangig bei träge herumstehenden Haus- und Weidetieren, sowie langsam kriechenden Insekten bleiben. Diese kleinen, nervös herumflitzenden Piepmätze sind nix für mich. Zwischen Friesdorf und Groß Briesen folgte nun ein ca. 5 Kilometer langer Abschnitt durch recht eintönigen Kiefernwald. Einzige Abwechslung war der „Blaue Stein“, ein Findling etwas abseits des Waldweges. Laut der Hinweistafel spielte er früher eventuell eine Rolle als Gerichtsstein oder als Grenzstein zwischen Gerichtsbezirken. Am Niederrhein gab es die Tradition, dass verurteilte Verbrecher dreimal an einen "Blauen Stein" (der nicht unbedingt blau sein musste) gestoßen wurden, bevor das Urteil rechtskräftig wurde. Vielleicht haben die eingewanderten Flamen diese Sitte mit hergebracht. In der Nähe von Groß Briesen wird der Weg dann zu einem üblen, kräftezehrenden Sandkasten, den viele Pferdehufe gründlich durchgearbeitet haben. Die tatverdächtigen Hufträger konnte ich auch gleich in großer Anzahl erspähen. Vom Wanderweg aus dem Wald kommend, macht Groß Briesen beinahe den Eindruck es handle sich um einen großen Reiterhof mit kleinem Dorf dran. So wie zuvor Grebs liegt es in einem von Hügeln flankierten Tal, dessen flache, breite Sohle von Feldern und Weideflächen eingenommen wird, während die Anhöhen mit Wald bedeckt sind. Ein kurioses geschichtliches Detail über Groß Briesen ist, dass es vor der Grenzverlegung infolge des Wiener Kongresses zum Königreich Sachsen gehörte, während alle direkten Nachbarorte brandenburgisch bzw. preussisch waren. Nur ein schmaler Korridor verband es mit dem sächsischen Territorium und machte es damit fast zu einer Art Exklave. Im Ort selbst konnte ich ansonsten nichts Erwähnenswertes entdecken. So weich wie der Weg hinein, so hart führte er wieder zum Dorf hinaus. Zu den Briesener Bergen hinauf wandert man auf einer Betonplattenstraße. Da fragt man sich, welches wohl das geringere von beiden Übeln ist. Oben im Wald geht es im Zick-Zack zwischen den Kiefern hin und her bis zu dem kleinen Aussichtsturm, von dem man einen schönen Panoramablick in die weite Ebene des Planebruchs hat. Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber ich denke, dass die verschwommenen Strukturen hinter den Wäldern auf der gegenüberliegenden Seite schon höhere Gebäude des knapp 20 km entfernten Brandenburgs sein könnten.Anschließend ging es dann wieder hinunter in das Tal zu der winzigen Dorfstelle Klein Briesen mit der ebenfalls winzigen Fachwerkkirche und dem vom hohen Eisengehalt rostig-orange gefärbten artesischen Brunnen am Rand des Ortes. Der letzte Abschnitt der Wanderung verlief für mich auf bekanntem Pfad neben dem Klein Briesener bzw. Bullenberger Bach nach Ragösen. Hier war ich bereits im Winter 2020 auf dem E11 und bei einer Rundwanderung mit LeMon im Januar dieses Jahres gewesen. Jedoch würde ich auch jederzeit wieder in dieses herrliche Tal mit dem stark mäandernden Bach und dem schönen Laubwald kommen, weil es so schön ist. Um ein Stück vom Fazit vorwegzunehmen, ist dieser Wanderabschnitt tatsächlich auch einer der herausragendsten dieser Etappe gewesen. Das Etappenziel Ragösen ist im Gegensatz zu Ziesar für meine Begriffe recht gut mit Busverbindungen versorgt. Bis kurz vor 8 abends gibt es eine etwa halbstündliche Anbindung, wechselweise zum Brandenburger oder Bad Belziger Bahnhof. Auch am Wochenende. Danach stündlich bis halb 11 in der Woche bzw. um 9 Samstag und Sonntag. Nach 40 km Fußmarsch war es durchaus ganz angenehm, nicht noch zwei Stunden warten zu müssen, sondern sich zügig auf den Weg in Richtung des heimischen Herdes und Sessels machen zu können. Mir hat diese - für mich vierte - Etappe des Burgenwanderwegs insgesamt wesentlich besser gefallen, als die vorhergehende von Wiesenburg nach Ziesar - deutlich abwechslungsreicher und unterhaltsamer - jedoch reicht sie diesbezüglich nicht an die ersten beiden heran. An der Wegqualität gibt es bis auf sehr wenige Ausnahmen nichts auszusetzen. Der überwiegende Teil der Route verläuft auf unbefestigten, verkehrsfreien Feld- und Waldwegen. Wenn überhaupt, dann dann begegnet man vielleicht einem Traktor, einem vereinzelter Motocrosser oder einem Quad. Nicht mal Radler trifft man, denn asphaltierte oder andere radgeeignete Wege durch das sandige Gelände sucht man hier vergebens, geschweige den ausgewiesene Radrouten. Der beständigen Wechsel zwischen Waldabschnitten, offenem Gelände und kleinen Dörfern hält einen schön bei Laune, auch wenn weder die monotonen Kiefernwälder noch die etwas gesichtslosen Straßendörfer für sich allein genommen besonders viel hermachen. Vor mir liegt jetzt nur noch das kurze Stück bis Bad Belzig, bevor sich Kreis des Burgenwanderweges schließt.

      • 10 de abril de 2021

  4. peacemaker_fx hizo una caminata.

    3 de abril de 2021

    A Brigge, vonWegen y 45 más les gusta.
    1. peacemaker_fx

      Because of the last summer with little rain, I found the nuns' river dried up every time I visited. A depressing and pathetic picture of isolated, muddy puddles at the bottom of the empty stream bed. Especially when you still had the image of the lively gushing brook in your head. This year's winter months had allowed us a little more precipitation for a change, which is currently expressed by small watercourses filled everywhere. A good opportunity to pay a visit to the nuns flow, who knows whether this year there will be another drought and whether the flow will not have water continuously for the last time.My friend Nick and I drove to Tuchen by car, where the nuns' river gathers in the little Lammsee and the actual river valley begins. Behind the place you don't get to see much of the stream at first, because it runs in the middle of a large, flat and very swampy meadow that we circled at the edge of the forest. Only at the Lagersee, the mill pond of the Neue Mühle, do you get close to water again. But then the hiking trail usually leads close to the river.Today the valley of the Nonnenfließ is a nature reserve together with the Schwärzetal. In the upper half, i.e. south of the bridge at which the Alte Bernauer Heerstraße crosses, the river babbles only briefly as a narrow brook before it disappears into wild, inaccessible moor and scrap forest sections that have formed in the wider valley sections. The area around the valley is surrounded by vast forests that extend down the slopes. In the past, when people were still relatively inexperienced using natural resources, things must have looked very different here. The Neue Mühle was a sawmill, in which the wood from the area was processed and the area was apparently much more open and also more tamed. There are a few old black and white photos of it on the website of the Froschmühle holiday home (froschmuehle.de).The northern part of the Nonnenfließ, on the other hand, has a completely different character. The valley slopes move closer together and become higher. Not only does the river twist and turn in countless sweeping loops on the valley floor, but also the valley itself changes direction several times. Some of the foothills of the mountains push themselves far into the middle of the valley. It is probably thanks to this fact that the nuns' river can still largely follow its original, natural course there to this day. Before heavy technology was available, it would have been too time-consuming to build more mills here. Except for a few places, the valley floor and the walls are covered with a wonderful deciduous forest made up of many beeches and oaks. As they are not yet leafy at the moment, we enjoyed the spring sunbeams, which were occasionally able to develop strength and warmth in the sheltered valley. And what do you think of walking next to a bubbling stream on Easter Saturday when the sun is shining? ... Unfortunately, neither of us managed to memorize further than "... greening corridor".After reaching the forester's house "dishes", the former rag mill, the river valley becomes wide again. The nun's river disappears somewhere between the bushes and trees where it is absorbed by the black river on the edge of woodpecker houses. We also hiked to Spechthausen, but on the footpath next to the road. The appearance of the place is determined by the imposing old industrial buildings of the former paper mill, where forgery-proof paper for securities and banknotes was produced until after World War II.After leaving Spechthausen we followed the course of the blackness to the Zainhammer lake. Like the Nonnenfließ, it runs into a valley, the relatively flat bottom of which is mostly covered with quarry forest near the water and the higher areas with deciduous forest. The blackness is quite flat, but 5 or 6 meters wide. Since we didn't want to go to Eberswalde, we made a U-turn on the outskirts and

      Traducido porVer original
      • 5 de abril de 2021

  5. peacemaker_fx hizo una caminata.

    20 de marzo de 2021

    A Philipp Marlow, vonWegen y 26 más les gusta.
    1. peacemaker_fx

      Die schlechte Erreichbarkeit von Ziesar an Wochenende hinderte mich daran, an diesem Samstag mein Burgenwanderwegsprojekt im Fläming weiter vorantreiben. Also bin ich zur Abwechslung mal in die südwestliche Ecke von Brandenburg gefahren. Mit einer Ausnahme hatte es mich in der Vergangenheit überhaupt noch nicht hierher verschlagen, noch nicht mal mit dem Fahhrad.Der Aufhänger für die Wanderung war der Besuch des Naturschutzgebietes "Der Loben" in dem sich das namensgebende Niedermoor befindet. Es soll eines der größten, noch halbwegs intakten Moorgebiete im Land Brandenburg sein. Wie in den meisten wurde auch hier schon früh zur Torf abgebaut, erst als Brennmaterial, später unter anderem, um Moorerde für Heilbäder und Gartenerde zu gewinnen. Aber auch die Anlage von Flößergräben im 18. Jh. für den Abtransport von geschlagenen Holz sowie die Störung des gesamten Wasserhaushaltes der Region durch den umliegenden Braunkohletagebau ab Beginn des 20. Jh. griffen stark in die Ökologie des Biotops ein und führten zu eine allmählichen Austrocknung. 1981 erfolgte die Unterschutzstellung des Loben. Heute bemüht man sich dem Moor wieder eine natürliche Entwicklung zu ermöglichen, indem man z.B. trockengefallene Teile wieder vernäßtund die offenen Wasserflächen der Torfstiche allmählich verlanden läßt. Um noch halbwegs zeitig starten zu können, machte ich mich kurz vor 7 schon auf die Socken, war aber ganz froh, dass ich während der zweistündigen Fahrt mit der Regionalbahn noch ein kleines Nickerchen machen konnte. Bevor es von Hohenleipisch in den Wald gehen sollte, hatte ich mir einen kleine Runde durch das Dorf vorgenommen. (Wer weiß, wann ich wieder mal hier bin.) Zwar beginnt der Ort gleich in der Nähe der Bahnlinie. Dort findet man jedoch nur weniger interessante Wohnhäuser entlang der Straße. Das historische Dorfzentrum liegt ein gutes Stück entfernt. Na, ja. Es ist ganz hübsch, aber haut einen auch nicht gerade aus den Latschen. Vielleicht sollte man einen Besuch hierher planen, wenn die Obstbäume blühen oder die Früchte reif sind. Angeblich war Hohenleipisch noch in den '60er Jahren der DDR das zweitgrößte Obstanbaugebiet nach Werder. Anders als dort, gibt es hier eine lange Tradition der Streuobstwiesen. Nach der Wende wollte jedoch keiner mehr das teure, heimische Obst und vieĺe der alten Bäume wurden umgesägt. Nun pflanzt man sie erneut an. Hochstämmige, alte Sorten - Kirschen, Birnen, Äpfel und Quitten. Eine weitere überregionale Bedeutung erlangte Hohenleipisch bereits im ausgehenden Mittelalter durch die ansässigen Töpfereien. Wenn man vom Dorfzetrum Richtung Bahnhof läuft, sieht man noch einige alte Schornsteine hinter den Wohnhäusern emporragen. Zu den besten Zeiten gab es wohl an die 20 Betriebe, die vorrangig Gebrauchskeramik herstellten, das sogenante Hohenleipischer Steinzeug. Heute gibt es noch 2. Nachdem ich endlich in der Nähe des alten Bahnhofs das Ende des Ortes erreicht hatte, lagen schon 3 km hinter mir; quasi bevor die eigentliche Wanderung erst richtig losging. Gleich dahinter führt der Weg abwärts in die Niederung. Ungefähr 30 Meter geht es hinunter. Noch ganz in der Nähe des Dorfes befinden sich mitten im Wald zwei kleine Seen, Krügers Tongruben. Die vielen Badestellen am Ufer verraten, welchen Zweck sie heute erfüllen. Meine Suche nach einer Alternativroute, die mehr im Wald statt direkt neben dem Bahndamm Richtung Norden weiterführt habe ich nach einem erfolglosen Versuch aufgegeben. In einer so sumpfigen Gegend hielt ich es für ratsam, lieber keine Querfeldeinexperimente zu wagen. Mal davon abgesehen hätte ich wohl auch eine Machete gebraucht um mich durch das dichte Buschwerk zu schlagen. Auf dem Weg neben dem Bahndamm erreichte ich bald den Rand des Naturschutgebietes und den ersten Blick auf die Moorlandschaft. Das "Alte Moor" ist ein ehem. Torfstich, dessen freie Wasserfäche allmählich wieder zum Moor wird. Man sieht, wie die Horste der moortypischen Gräser sich überall von Rand her im flachen Wasser ausbreiten. Von einer Holzplattform hat man einen prima Blick über die urtümliche, von weißen Birkenstämmen umringte Szene. Wenig später bog ich in Richtung Zentrum des Naturschutgebietes ab. Etwas enttäuschend fand ich, dass hier fast alle Hauptwege zu Schotterstraßen ausgebaut worden sind. In Punkto Wanderqualität rangieren sie bei mir nur sehr knapp über Asphaltstrecken und ich empfinde sie auch von der Ästetik her als Fremdkörper im Wald. Die kleineren, nicht geschotterten Abzweige in den Wald sind scheinbar alles nur Stichwege, welche irgendwo am Sumpf oder einem Hochstand enden. Die meisten etwas höher gelegenen, trockenen Areale sind mit Kiefern bewachsen bzw. vermutlich in früheren Zeiten damit bepflanzt worden, als der Wald noch intensiv bewirtschaftet worden ist. Wo der Waldboden feuchter und sumpfiger ist, habe sich Birken angesiedelt. Sie bilden teilweise richtig ausgedehnte Wälder, besonders rund um die offenen Moorflächen. Wer also Birkenwälder mag, ist hier richtig. Die Birke ist jedoch, wie ich gelesen habe, eigentlich ein Eindringling, der hier erst richtig Fuß fassen konnte, nachdem das Moor durch die menschliche Einwirkung trockenener geworden war. In den wiedervernäßten Bereichen sterben sie wieder ab. Man sieht dort eine Menge toter, weißer Stämme die sich anklagend in den Himmel strecken. Nach einer erneuten Richtungsänderung lichtete sich der Wald zusehends. Rechts und links des Weges breiteten sich Flächen von Moorgräsern aus. Im Moment noch im verblichenen, gelben Kleid des des vergangenen Jahres. Aus der Ferne sahen sie noch ein wenig aus wie Wiesen. Beim Näherkommen jedoch entdeckt man, dass es sich eigentlich eher um einen flachen See handelt, aus dem die Grasbüschel wir kleine Inseln hervorragen. Der Weg ist wie ein schmaler trockener Steg dazwischen. Etwa in der Mitte der Strecke, gelangte ich an eine Wegkreuzung, die von einer hölzernen, germanischen Gottheit bewacht wurde. Meine Routenplanung sah vor, geradeaus weiterzugehen. Oh, aber der Weg war kaum noch als solcher zu erkennen und führt laut Karte quer über das offene Moorgebiet. Und dieser Wächter stand davor. Was tun? So ein wenig unheimlich fand ich das schon. Ich brauchte ein Weilchen um mich durchzuringen. Mal versuchen, wie weit ich komme. Wenn's zu sumpfig wird, muss ich eben zurück und auf den Schotterpisten einen Weg drumherum nehmen. Es wurde tatsächlich ein kleines Abenteuer mit einigen kleinen Kletterpartien über- und unter umgestürzten Bäumen, Sprüngen von Grasnabe zu Grasnabe über querende Rinsale sowie kleinen Auseinandersetzungen mit mittelgroßen Büschen, die den augenscheinlich 'ehemaligen Weg' nun für sich beanspruchen. Als Belohnung für die Mühen gab es ein paar wunderbare Momente inmitten der einsamen Wildnis. Kein Schotterweg, kein Holzbohlensteg, kein Wegweiser, keine Bank, kein Unterstand. Das Gefühl von direktem aber auch schutzlosen Kontakt mit der ungezähmten Natur. Der einzige dünne Draht auf dem man balanciert, ist der Glaube daran, dass hier wirklich mal ein Weg existiert hat. Es ist für mich gar nicht so einfach, solche Momente wirklich zu genießen. Denn der Instinkt sagt: Du sollst nicht hier mittem im Sumpf herumlaufen, und dreht ein wenig an der Stellschraube für's Adrenalin. Dann hilft nur bewußt stehenbleiben und tief durchatmen. Nach 5 mal ein und aus verschwindet das Gefühl, die scheinbar gefähliche Stelle schnell hinter mich bringen zu müssen und bin ich wieder bereit mich zu öffnen und die Schönheit um mich herum wahrzunehem. Es war jedenfalls eine tolle Erfahrung. Ich kann leider nicht genau sagen, ob dieser Strecke überhaupt noch als Weg gilt. Auf diversen Karten ist er gar nicht mehr eingezeichnet, wie ich hinterher herausgefunden habe. Da er sich außerhalb der Grenzen des Naturschutgebietes befindet, ist sollte es aber zumindest nicht verboten sein, dort entlang zu wandern. Auf der anderen Seite des Moores ging es wieder ein Stück durch eine Kiefernwald-Schotterstraßen-Kombination am Rand der Senke, in der sich der Loben befindet. Dann sollte es wieder zurück über das Moor auf die nördliche Seite gehen. Auch hier wartete eine Hindernis, das überwunden werden wollte. Der Weg ist hier zwar ausgeschildert und sehr gut zu erkennen, jedoch war er fast vollständig überschwemmt. Die angrenzenden Seerosenteiche, ehemalige Torfstiche, hatte sich in diesem Winter ordentlich volllaufen lassen, sodass der Wasserstand gleichauf und streckenweise über den Niveau des Weges lag. Einen kurzen Versuch mit Schuhen gab ich nach ein paar Metern auf. Gegen Wasser, was von oben in den Schaft reinläuft, hilft keine Membran und die verbleibenden 25 km mit nassen Socken wären sicher auch kein Vergnügen geworden. Nun denn - Schuhe und Strümpfe aus und ab durchs eisige Nass. Und ich kann sagen: Nein, man gewöhnt sich nicht nach einer Weile daran, sondern es wird immer schmerzhafter. Da hilft nur der Glaube daran, dass Kneipp vielleicht Recht gehabt haben könnte. Ewige Gesundheit erwartet mich jetzt. Trotz der nadelspitzenartig in die Füße piekenden Kälte war es irgendwie spaßig. Außerdem wurde ich mit den schönsten Ausblicken belohnt.
      Der bewölkte Himmel passte sehr gut zu der stillen Mooratmosphäre. Sehr skuril war der Anblick des verbrannten Birkenwaldes auf den gegenüberliegenden Seite. Im vergangenen Jahr um Pfingsten wütete hier ein Moorbrand, der wahrscheinlich durch einen Blitzschlag ausgelöst worden war und erst nach einer Woche wieder gelöscht werden konnte. Momentan ist es noch schwer zu sagen, aber mir erschien es so, dass einige der Bäume nur oberflächlich angekokelt und geschwärzt worden sind, und dieses Jahr wieder ausschlagen.
      Die Moorwanderung im engeren Sinne war an dieser Stelle vorbei. Meine Route führte nun wieder auf einem Schotterweg durch den Wald. Besonders am Anfang prägten noch ausgedehnten Birkenbestände das Bild, bevor sich auf höherem Gelände dann wieder die Kiefern nach vorne drängelte. Da nächste Ziel war der Grünewalder Lauch, ein ehemaliger Tagebau, der 1968 stillgelegt und 1976 zum Badesee umgestaltet worden ist. Um den See herum sind sind reichlich Wochenendhäuser zu finden. Es gibt ein Strandcafe und der Uferweg ist fast schon eine Promenade. Ein paar Leute hatte es trotz des bewölkten Himmels und der geschlossenen Gaststätte hier hinaus verschlagen. Den schönen Blick über den See zu genießen, ist es allemal wert. Sicher kaum damit zu vergleichen, was hier vermutlich im Sommer los ist. Nachdem ich die nördliche Seite des Sees passiert hatte, bog ich ab und wanderte über den Berg nach Staupitz. Die Dorfkirche hat einen für unsere Breiten ungewöhnlichen, seperaten Glockenturm aus Holz, der sich paar Meter vom Gebäude entfernt befindet. Ich dachte erst, es wäre der Schlauchturm der Feuerwehr, bis ich das Kreuz auf dem Dach entdeckte. Gut, dass sie das zur Kennzeichnung angebracht haben. Der vom Wandertourismus besser erschlossene Bereich endet in Staupitz. Von nun an ging es in relativ gerader Linie durch den Wald nach Doberlug-Kirchhain. Wenig überraschend waren dass es sich zum größten Teil um Kiefernforste handelte. In dem Waldstück gleich hinter Staupitz liegt sich das kleine Naturschutzgebiet Suden, das ich am Rand durchquerte. Dort findet man noch Bestände der Lausitzer Tieflandfichte. In dem Teil den ich durchwandert habe, waren allerdings nur sehr vereinzelte Fichten zwischen den Kiefern zu sehen und auch insgesamt machte der Wald einen ziemlich gerupften Eindruck, ganz zu schweigen vom Weg, welchen die schweren Holzerntemaschinen in eine schlammige Kraterlandschaft verwandelt hatten. Das Geländeprofil ist sehr eben. An ein paar Stellen geht es mal einen Meter hinunter durch flache Senken. Am Rand Senken endet der Kiefernwald unmittelbar und stattdessen wachsen Birken, Eichen und andere Laubbäume. In der Mitte sind Wiesen, die jeweils von einem Wassergraben durchflossen werden. Es sind die einzigen Stellen wo man kurz mal einen freien Blick hat, bevor es alsbald wieder in den Wald geht. Sonst ist der Weg eher unspannend. Erst kurz vor Doberlug gibt es wieder etwas Abwechslung. Dort führt der Weg zwischen zwei Seen hindurch, dem Barschteich und dem Blauen See. Beides sind sehr alte, ehemalige Braunkohlegruben und werden heute als Angelteiche genutzt. Einen Kilometer weiter erreichte ich die Siedlung Grube Erna, deren viele Wochenendhäuser sich rund um den Welsteich (ebenfalls ein ehem. Tagebeau) gruppieren, sodass es bis auf das Strandbad keinen öffentlichen Zugang mehr zum See gibt. Danach folgte ein längerer Straßenabschnitt von Lindena am Hammerteich vorbei und nach Doberlug hinein. Nach ein wenig Stadtrand - ein altes, vergammelt ausehendes Industriegelände, Friedhof, ein paar Vorstadthäuser - kam ich direkt auf das Schloss zu. Das ist schon ein ziemlich gewaltiges Bauwerk und man fragt sich, wie man wohl damals auf die Idee gekommen ist, ein derart großes und schickes Schloss an den Rand der kleinen Stadt zu setzen. Besonders, wenn man bedenkt, dass es urprünglich nur als Jagdschloss dienen sollte. Sehr schön anzuschauen ist es jedenfalls. Gleich daneben stehen Refektorium und Kirche des ehmaligen Zisterzienserklosters Doberlug. Es war Mitte des 12. Jh gegründet worden und wurde schnell zu einem der bedeutensten und reichsten Klöster in dem Gebiet der heutigen Niederlausitz. Im Zuge der Reformation löste es sich auf.Von dem ummauerten Schloss- und Klostergelände bin ich dann entlang der Hauptstraße zum Bahnhof gelaufen. Eigentlich handelt es sich eher um einen langgezogenen, ca. 50 Meter breiten Platz mit je einer Straße rechts und links, der von Schloss kommend einmal quer durch die Stadt verläuft. Es verleiht dem Ort ein angenehmes luftiges Flair. An den beiden Straßen stehen einige recht schöne, alte Häuser. Der Weg zum Bahnhof zieht sich dann ein wenig. Er befindet sich außerhalb, fast schon auf dem freien Feld, in der Mitte zwischen den beiden Hälften der Doppeltstadt Doberlug-Kirchhain. Hier kreuzen sich die Bahnstrecken Berlin-Elsterwerda und Leipzig-Cottbus. Der Bahnhof sieht einigermaßen sanierungsbedürftig aus, aber die Züge fahren.Den Besuch des Naturschutgebietes "Der Loben", kann ich nur empfehlen. Die Moorlandschaft ist toll. Ob man die abenteuerliche Variante wählt, wie ich, oder lieber auf sicheren, festen Wegen bleibt, muß jeder für sich entscheiden. Einziges Minus für mich waren die Schotterwege. Auch der Grünewalder Lauch hat mir gefallen. Wenn ich diese Wanderung an einem waren Sommertag gemacht hätte, so wären sicher nicht nur meine Füße naß geworden und eine kleine Stärkung in der Strandkneipe wäre wohl auch nicht zu verachten gewesen. Im frühen Frühling hat man dafür die Ruhe und den See fast für sich alleine. Der Weg vom Grünewalder Lauch bis Doberlug ist dann eher was für ausdauernde und sehr geduldige Gemüter. Zum Glück gab es nach schier endlosen Kiefernwäldern zum Schluß in Doberlug noch mal etwas fürs Auge.

      • 22 de marzo de 2021

  6. peacemaker_fx planificó una caminata.

    15 de marzo de 2021

  7. Frank Meyer y 18 más planificaron una caminata.

    15 de marzo de 2021

    A Jürgen, schnubbi62 y 97 más les gusta.
    1. Frank Meyer

      Liebe Wanderfreunde,… nun also der allseits beliebte und zurecht bei Einheimischen und Wandertouristen seit über 20 Jahren hoch im Kurs stehende und prämierte 'Dauerbrenner' 66-Seen-Wanderweg, sozusagen als Krönung der von mir organisierten Virtuellen Wanderstaffeln und natürlich auch als tiefe Verbeugung vor dessen Schöpfer Manfred Reschke.Selbstverständlich war es mir speziell in diesem Fall sehr wichtig und eine große Ehre, den markierten Weg mit 'Meister Reschke' in einer zeitgenössisch optimierten Variante noch einmal für diese Staffel auszuarbeiten. Selten waren Manfred und ich uns in der Abstimmung der Details so schnell einig, und selbst ihn überraschte teilweise noch, wie ich inzwischen einige neuralgische Straßenabschnitte entschärfen und umplanen konnte. Manfred hatte seit Erscheinen seines Buches zum 66-Seen-Weg im Jahr 2000 immer wieder an der Verbesserung gearbeitet und bis zur aktuellen achten Auflage kamen stets neue Ratschläge und optimierte Alternativabschnitte hinzu.In dieser Variante sind es übrigens 83 Seen und Teiche, wenn ich mich nicht verzählt habe ...Wie unglaublich schwierig und umfangreich die Festlegung eines über 400 Kilometer langen markierten Wanderwegs ist und welche vielfältigen Hürden dabei zu überwinden sind, kann man sich kaum vorstellen. Manfred erzählte mir einige Anekdoten dazu, warum in dieser und jener Gegend die Strecke offiziell nicht verschönert werden durfte, oft der Profilierungssucht und Verweigerungshaltung von Lokalpolitikern und kommunalen Gremien geschuldet, die den touristischen Rohdiamanten damals nicht erkennen wollten oder konnten.Insofern möchten wir diese spezielle Version des 66-Seen-Wegs als 'Material' für die nächste Staffelwanderung, die am 17.04.2021 stattfinden soll, präsentieren. Dies natürlich unter der Voraussetzung, dass nach Ostern die Kontakt- und Bewegungseinschränkungen der düsteren Prognose zum Trotz diesem Vorhaben keinen Einhalt gebieten.Ein Überblick über die Etappen findet sich unter:
      komoot.de/collection/1111545/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-mehr-als-66-seen-an-einem-tag
      In diesem Fall würde ich euch aber im Gegensatz zu den letzten beiden Staffeln bitten, die geplante Streckenführung möglichst beizubehalten, da die ursprüngliche Charakteristik des Gesamtweges bestmöglich erhalten bleiben soll. Es ist klar, dass Optimierung in bestimmten Fällen auch Umwege und Verlängerung bedeutet, sodass einige der Etappen die 30-Kilometer-Marke deutlich knacken. Die Gehrichtung (A-B oder B-A) eurer Etappe ist dabei wieder euch überlassen.Wiederum werden alle Etappen am selben Tag gewandert und ihr könnt euch für eure Wunschetappe eintragen in dem Doodle unter:
      doodle.com/poll/fcxpiskxiimig47w
      Ihr gebt nur den Namen an, unter dem ihr bei komoot aktiv seid oder eure ID, weitere Daten brauche ich nicht. Sucht euch eure Wunschetappe aus und sendet das Formular ab. Dabei gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst und hat die freie Auswahl. Bitte schnappt euch nur einen freien 'Slot', wenn ihr auch tatsächlich vorhabt, an dem Tag eure Etappe zu wandern.Alle Start- und Zielbahnhöfe habe ich geprüft, es sollte keine vorab bekannten Probleme durch Zugausfälle oder Schienenersatzverkehr geben.Auch diesmal gilt wieder:
      - markiert mich jeweils als Teilnehmer nach Abschluss eurer Etappe, damit ich aus allen Touren die gemeinsame Collection erstellen kann
      - geht bitte mit dem nötigen Ernst an dieses 'Spaß-Event' und denkt im Sinne der Gemeinschaft
      - gebt bitte in den Kommentaren unten an, welchen komoot-User ihr ggf. mitnehmt
      Ein direktes Onlinestellen ist in diesem Fall nicht ganz so wichtig, gebt aber eure Aufzeichnung bitte noch am Abend des 17. April öffentlich frei.Solltet ihr euren festgelegten Termin nicht wahrnehmen können, kümmert euch selbst um einen Ersatz oder schickt mir eine Mail an mail@wandern-berlin-brandenburg.de, damit ich die Etappe wieder für andere Interessenten freigeben kann.Auch diesmal wird komoot wieder Premium-Abos für ein Jahr unter den registrierten Teilnehmern verlosen.Ich freue mich auf diese ganz besondere Staffel und wünsche allen Teilnehmern viel Spaß!Für Rückfragen, Anmerkungen etc. schreibt bitte unten in die Kommentare.-----------------Hier die Teilnehmer und ihre Etappen:Leuenberg - Strausberg:
      Floh (komoot.de/user/59587788545), Regina T. (komoot.de/user/814221799286)
      Rüdersdorf - Strausberg:
      Susann (komoot.de/user/953479556790), Andrea M. (komoot.de/user/456626087726)
      Hangelsberg - Rüdersdorf:
      Silvia D. (komoot.de/user/817991639627), Faltenriese (komoot.de/user/824054324581)
      Bad Saarow - Hangelsberg:
      Kerstin (komoot.de/user/106663589195), Francesca (komoot.de/user/280261894979)
      Wendisch Rietz - Bad Saarow:
      Regina (komoot.de/user/760441907911)
      Leibsch - Wendisch Rietz:
      Lutz - Berlin (komoot.de/user/540770624890), Wanderpurzel Mandy (komoot.de/user/324056590384)
      Leibsch - Halbe:
      weisweber (komoot.de/user/71360896121)
      Wünsdorf - Halbe:
      Frank Meyer (komoot.de/user/42689717614)
      Trebbin - Wünsdorf:
      Bea (komoot.de/user/910787423285), Katharina (komoot.de/user/384256648147)
      Seddin - Trebbin:
      Kathrin (komoot.de/user/459499716189), ThomasKB (komoot.de/user/510916198153)
      Potsdam - Seddin:
      vonWegen (komoot.de/user/1333166340979)
      Wustermark - Potsdam:
      Lucy Lu (komoot.de/user/706698682525)
      Hennigsdorf - Wustermark:
      Hans Wurst - Das Original (komoot.de/user/344606470011)
      Wensickendorf - Hennigsdorf:
      Marflow (komoot.de/user/355187498166)
      Wensickendorf - Melchow:
      Thomas aus EF (komoot.de/user/583434682771), Liebenthal (komoot.de/user/749329437437)
      Falkenberg - Melchow:
      schnubbi62 (komoot.de/user/195751285890)
      Leuenberg - Falkenberg:
      peacemaker_fx (komoot.de/user/121582978472)

      • 15 de marzo de 2021

  8. peacemaker_fx y Nick hicieron una caminata.

    12 de marzo de 2021

    1. peacemaker_fx

      Der Lack ist noch nicht komplett ab. Es würde jedoch sicher keinen großen Schaden anrichten, einigen der ausgestellten Kunstschätze am Kunstwanderweg Fläming eine kleine Auffrischung oder einen Spritzer Farbe zu verpassen, oder wenigstens mal ein wenig Politur. Ansonsten finde ich es immer von Neuem eine witzige Idee und prima Unterhaltung Kunstobjekte entlang eines Wanderweges zu platzieren, egal ob man damit jetzt was anfangen kann oder nicht. Gesprächsstoff liefern sie in jedem Fall. Bei frühlingsstürmischem und herrlich klarem Wetter starteten wir am späten Vormittag in Bad Belzig. (Kommt mir vor, als wäre ich neuerdings ständig hier. Hab offenbar einen Fläming Flow.) Heute waren wir zu dritt. Außer meinem Kumpel Nick, mit dem ich ja schon diverse Wandertouren gemeinsam gemeistert habe, war heute noch Sibylle mit dabei. Die beiden kannten den Kunstwanderweg bisher nicht und diese Wissenslücke musste natürlich umgehend geschlossen werden. Nach einem kurzen Bummel durch Bad Belzig inklusive Marienkirche und Burg Eisenhardt steuerten wir hinunter in das Tal des Belziger Baches und anschließend an den letzten Häusern des Städtchens vorbei zum Grünen Grund, wo eine Gedenkstätte an das ehemalige KZ Außenlager Roederhof erinnert. Es hatte sich hier ganz in der Nähe der Stadt befunden. Man fragt sich manchmal schon, wie bewusst die Menschen damals tatsächlich weggeschaut haben oder nicht sehen wollten, was unmittelbar vor ihrer Haustür vorging. Dann lag Bad Belzig aber tatsächlich hinter uns und wir wanderten den leichten Anstieg zum Hüttenberg hinauf. Anfangs ist der Wald bis auf wenige Ausnahmen ein durchschnittlicher brandenburgischer Kiefernforst. Erst das letzte Drittel des Belziger Busches besteht aus interessanterem Laub- oder Mischwald. Komoot hat in die Aufzeichnung des Höhenprofils eine tiefe Schlucht hinzugefügt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass wir durch eine gekommen sind. Vom Waldrand führt dann ein wunderbarer Weg nach Hagelberg über das Feld, eingerahmt von alten Obstbäumen und dornenbewaffneten Hagebuttenbüschen.
      Die Besteigung des Hagelberggipfels war natürlich obligatorisch. Vielleicht aus altem Stolz, früher mal der höchste Berg Brandenburgs gewesen zu sein, behauptet sein Gipfelkreuz weiterhin die 201 m, die jedoch nur dem Kutschenberg zustehen, dem Rivalen an der sächsischen Grenze. Vielleicht hofft er auch, den fehlenden Dreiviertelmeter noch zu wachsen, wenn er fest genug daran glaubt. Wer weiß schon, was in so einem 200,3 m hohen Flämingberg so vor sich geht.
      Der Kunstwanderweg führt nun an der flachen Flanke des Hagelbergs weiter nach Westen. Links von uns das breite Tal, an dessen fernen Grund sich ganz malerisch die roten Dächer der 20 zusammengedrängten Häuser von Klein-Glien inmitten der Felder erheben, rechts vom Weg eine dichte hohe Hecke, die uns eigentlich so schön vor dem Wind hätte schützen können, wenn dieser nicht von der falschen Seite daran gepustet hätte. Das Ende des Heckenweges wurde von dem Kunstwerk "Steinquelle" markiert. Nun ging es wieder hinunter in’s Tal durch den Wald nach Schmerwitz. Den Gutshof Schmerwitz, insbesondere das gewaltige Gutshaus, hatte ich von meinem letzten Besuch noch als eine Art gruseliges Dornröschenschloss in Erinnerung. Hinter dem dicht wuchernden Gestrüpp auf Hof und puttenbewachter Freitreppe strahlte nur noch eine Ahnung früheren Glanzes vom bröckelndem Putz der Stuckelemente und aus den blinden Fenstern hervor.
      Aber inzwischen gehen hier Veränderungen vor sich. Ein hoher Baukran ragt über das Dach, Container für Bauschutt stehen auf der Veranda und die Gartenseite ist vollständig eingerüstet. Davon war bei meinem letzten Besuch im Herbt 2019 kaum etwas zu ahnen. Das romatische Geisterschlossimage ist zwar nun passé, andererseits finde sich es auch gut, dass die jetzigen Gutsbesitzer, die Familie van Schoonhoven, sich dieses sicher sehr aufwändigen Projektes angenommen hat, statt das schöne Haus weiter dem Verfall preiszugeben.
      So ganz unumstritten scheinen wohl nicht alle ihrer Vorhaben im Dorf zu sein. Eine Anwohnerin am Wegesrand nahm sich ein paar Minuten Pause von der Gartenarbeit, um ein Schwätzchen mit uns zu halten. Sie erzählte uns, dass man offenbar vorhat, die kleine Ansammlung von Wohnhäusern neben dem Gutshof wieder abzureißen. Diese waren vom vorherigen Besitzer, dem Suchthilfeverein Synanon, dort errichtet worden. Nachdem Synanon hier mit der Demeterlandwirtschaft im Jahr 2000 Pleite gegangen war, hatten sich einige junge Familien niedergelassen, so erzählte sie uns, und es hat sich seitdem ein lebendiges Sozialleben entwickelt. Diese Wohnungen werden nun vom jetzigen Eigentümer nicht mehr neu vermietet und einige leergewohnte Häuser wurden bereits plattgemacht. Daher steht zu befürchten, dass die alternative Öko-Szene in Schmerwitz keine lange Zukunft mehr haben wird. Das Konzept der neuen Besitzer fußt ebenfalls auf ökologischer Landbewirtschaftung, jedoch mit einem etwas kommerzielleren Fokus. Man scheint außerdem eher in Richtung zahlungskräftiger Touristen und Übernachtungsgäste zu orientieren.
      In der Nachfolge von Synanon existiert bis heute in Schmerwitz der Verein Scarabäus, der sich ebenfalls darum bemüht drogen- und alkoholabhängigen Menschen zu helfen. Von dem Verein wurde sowohl eine Töpferei als auch ein Café auf dem Gutshof betrieben. Das Café haben sie nun abgegeben und vermutlich wird sich der Verein weiter von hier zurückziehen, falls man anfängt dort Alkohol auszuschenken.
      Wir wanderten weiter. Falls man tatsächlich vorhat, das historische Bild des Gutshofes wieder herzustellen, ist noch Einiges zu tun, denn auch die zu DDR-Zeiten im Gutshaus ansässige Kaderschule der Kampfgruppen hat sich mit diversen hässlichen Plattenbauten und anderen Gebäuden im Umkreis verewigt. Eine schöne Allee alter, hoher Bäume führt durch den Wald, der vielleicht früher mal ein Gutspark gewesen ist. Wo sie zu Ende ist, beginnt wieder Kiefernforst. Zwei Ecken weiter erreichten wir die Sieben Bögen, wie ich finde, einen der schönsten Waldabschnitte dieses Wanderwegs. Dicke, hohe Buchen behaupten sich auf den steilen Abhängen der Schlamauer Berge. An deren Fuß sammelt sich das herausdrückende Wasser und vereint sich mit weiteren Quellen kurz vor dem Dorf zum Schlamauer Bach. Der Wanderweg verläuft im Hang etwas oberhalb des Bächleins und führt in halbkreisförmigen Bögen um die 7 ins Tal hineinragenden Hügel herum. Am Ende dieses schönen Weges erreichten wir die ersten Häuser von Schlamau, die sich aber noch zwei Steinwürfe vom Dorf entfernt befinden. Wir bogen dorthin ab und durchquerten den Ort, und kehrten letztlich nur 200 Meter entfernt wieder zum Talhang zurück. Sehr viel zu entdecken gibt es in Schlamau nicht. Eine kleine Kirche versteckt sich hinter den Häusern im Dorfzentrum. An dessen Rand ist der Schlamauer Bauch zu einem kleinen Dorfteich aufgestaut. Wenn der Bach den Teich wieder verlässt, strebt er jedoch nicht dem Meer zu, sondern setzt seinen Weg anschließend nur noch ungefähr 1,5 bis 2 km weit fort, bevor er versickert und spurlos verschwindet. Von solchen Schwindbächen gibt es wohl einige im sandigen Fläming. Nun war der Weg nach Wiesenburg nicht mehr weit. Durch das Tal der Großen Rummel ging es zur Höhe hinauf. Dort endet der Wald. Zum Ort hinüber geht es über freies Feld. Ich finde Wiesenburg ja nicht so besonders attraktiv. Zu groß für ein Dorf, zu klein für eine Stadt und die dicht befahrene Bundesstraße verläuft mitten durch das Zentrum. In den Nebenstraßen, durch die wir liefen oder an denen wir vorbeikamen, suchen die Augen vergeblich nach etwas, dass sich von der Normalität und Gewöhnlichkeit abhebt. Ein paar kleine Pluspunkte will ich aber nicht verschweigen. So gibt es unter anderem 2 Supermärkte, ein paar Geschäfte sowie diverse Cafés und Restaurants. Etwas, das man hier auf dem Lande wohl nicht überall erwarten kann.
      Und natürlich das Schloss, das sich wie ein kleiner Edelstein aus dem Alltäglichen abhebt. Im langsam schwindenden, abendlichen Licht streiften wir zum Abschluss der Wanderung noch ein wenig über den Schlosshof und genossen die stille Atmosphäre in der wunderbaren, ausgedehnten Parkanlage, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten.
      Für mich war es heute das zweite Mal, dass ich die gesamte Nordroute des Kunstwanderweges gelaufen bin und ich kann nicht behaupten, dass ich es deswegen irgendwie langweilig fand. Es ist weiterhin eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Tour und vermutlich wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein.

      • 13 de marzo de 2021

  9. peacemaker_fx y Nick hicieron una caminata.

    6 de marzo de 2021

    A vonWegen, Gerd y 9 más les gusta.
    1. peacemaker_fx

      Mit ein wenig Verspätung gibt es nun die Fotos und Dokumentation der fehlenden Zwischenetappe des Burgenwanderwegs. Nick und ich absolvierten sie bereits am Samstag den 06. März. Bis zum Mittag war das Wetter noch recht klar und sonnig wie am Vortag, im Lauf des Nachmittags zog sich der Himmel jedoch mehr und mehr zu. Bis auf einen zweieinhalbminütigen Minischneeregen gab es aber keinen Niederschlag. Von Bad Belzig schuckelten wir mit dem 572er Bus über die Dörfer und starteten kurz vor 9:00 in Neuendorf bei Niemegk. Gleich hinter dem Dorf führt der Wanderweg in den Wald hinein und in dem langsam ansteigenden Gelände nähert man sich der Neuendorfer Rummel. Es dauert eine Weile bis man die Talwände zu beiden Seiten erkennen kann, da die in den sandigen Boden gewaschene Rinne sich am unteren Ende trichterförmig aufweitet. Dann aber kommen die Seiten schnell näher, werden höher und kurze Zeit später wandert man in einem 15-20 m tiefen gewundenen V-förmigen Einschnitt. Es ist wirklich kurios und vermittelt ein Landschaftsbild, das man so gar nicht in Brandenburg erwartet. Wenn man außerhalb der Rummel über die flachen Felder schaut, ahnt man nichts von diesem versteckten Ort. Die herausschauenden Bäume lassen auf ein schmales Wäldchen tippen, vielleicht neben einem Bachlauf. Nachdem die letzte steile Passage am Ende des Tals (bzw. eigentlich ist es ja dessen Anfang) überwunden war erstreckte sich rundum die weite Hochfläche eines flachen Fläminghügels. Nicht weit entfernt liegt das 100-Einwohner Dorf Garrey, ein kleines Angerdorf mit einer hübschen Feldsteinkirche, die ein wenig erhöht, mitten auf der durch zwei Straßen gebildeten Dorfinsel steht. In Sichtweite davon hat man einen idyllischen kleinen Dorfteich angelegt. Er ist von hohen alten Bäumen umgeben. Der Dorfchronik kann man entnehmen, dass die Garreyer sich in den 1920er Jahren vehement geweigert haben, an die Chausseestraße angeschlossen zu werden. Die wurde damals gerade unten im Tal zwischen Neuendorf und Klein Marzehns gebaut. Die nachfolgenden Generationen der Dorfbewohner hat man hierdurch sicher etwas ins Abseits geschoben, denn im Vergleich zu anderen Orten, blieben alle Wege in die größeren Orte für sie weiterhin viel umständlicher. Für uns wanderndes Volk - insbesondere die lärmgeplagten Stadtmenschen - bedeutet es eher ein Glück. Heute kann man hier die ländliche Ruhe genießen, die Abgeschiedenheit - kein Durchgangsverkehr donnert zwischen den kleinen Häusern hindurch. Das lauteste Geräusch, das wir hörten, machte ein Zimmermann oder Dachdecker mit seinem Hammer. Nach dem Abstecher in das Dorf liefen wir parallel zur Neuendorfer Rummel wieder hinunter, zurück in das Planetal. Vom freien Feld auf der Höhe hat man einen fantastischen Blick über die Hügellandschaft des Hohen Fläming jenseits des Flusstals. Wir haben lange gesucht, ob man vielleicht von hier den Turm der Burg Rabenstein sehen kann. Aber offenbar ragt der Bergfried nicht weit genug aus dem Wald hervor, als dass man ihn ohne Fernglas ausmachen könnte. (Falls er sich überhaupt im Blickfeld befindet.)Am Fuß des Abhangs durchquerten wir ein Waldstück. Danach ging es unter der Autobahn hindurch und über den nächsten kleine Hügel nach Rädigke. Den Teil kannten wir ja schon von der ersten Etappe des Burgenwanderwegs. Der Weg zur Neuendorfer Rummel ist quasi eine kleine Extrarunde auf dem Burgenwanderweg. Vermutlich wollte man das eindrucksvolle Tal integrieren, konnte jedoch keine geeignete Alternative für den Rückweg über die oder unter der Autobahn finden. Hinter Rädigke überquerten wir die Plane. Nun folgte für mich einer der schönsten Abschnitte der heutigen Wanderung. Ungefähr 5 km lang verläuft der Weg am Rand der Flussaue. Vorwiegend im Wald, ein paar kleine Wiesenabschnitte sind aber auch dabei. Die Plane bekommt immer mal wieder aus der Ferne zu sehen. Sie ist von einem breiten Saum sumpfigen Bruchwalds umgeben. Auf der gegenüberliegenden Seite des Weges hat der Fluss in früheren Zeiten, als er noch breiter und mächtiger war, steile Hänge in die Hügel gefräst. Und immer wieder bin ich froh, dass die A9 durch eine weitere kleine Hügelkette vom Tal getrennt ist. Es ist wirklich sehr natürlich und ruhig hier unten. In's Gespräch vertieft verpassten wir glatt den Abzweig nach Raben. Kommando zurück. Burgenwanderweg ohne den Rabenstein. Das geht ja gar nicht. Nach einem kurzen Stopp an der Kirche wanderten wir den Zufahrtsweg hinauf zur Burg. Erstaunlicherweise war das Burgtor geöffnet. So mussten wir nicht über die Mauer klettern :-). Wegen der C-Situation kann man natürlich nicht auf den Turm. Jedoch gab es einen geöffneten Bratwurststand im Burghof. Angesichts der 4-5 Grad Außentemperatur hatte man die Glühweinreserven aus dem Weinkeller wieder herausgeholt und auf das Feuer gestellt. Kaltes, frisch Gezapftes lief heute schätzungsweise nicht so. Am Burgtor gerüttelt hatte ich vergangenes Jahr schon mal. Heute war mein erster Besuch auf dem Rabenstein, bei dem ich bis in den Burghof vorgedrungen bin. Von innen wirkt die Burg irgendwie viel kleiner und niedlicher als von außen. Auf jeden Fall ein wahres Schmuckstück. Vom Berg hinunter nahmen wir die lange Treppe. Von dort machen die mittelalterlichen Mauern auf dem Gipfel des Steilen Hagen am meisten Eindruck, wie ich finde. Fast könnte man glauben im Harz oder in Thüringen zu sein. Anschließend kehrten wir durch Raben hindurch erneut auf die Nordseite der Plane zurück. Der Fluss ist hier nur noch ein kleines, ungefähr 2 Kilometer altes Bächlein. Eine richtige Quelle hat er nicht. Die Plane sammelt ihr Wasser nach und nach in den sumpfigen Feuchtwiesen zusammen, neben denen der Wanderweg entlangführt. Wo man die letzte dieser Wiesen überquert, ist kein Wasserlauf mehr zu erkennen, nur ein paar Rinnsale und Pfützen im Gras. Ab da ist es dann vorbei mit schmalen, schlängeligen Wandertrails. Die verbleibenden 15 km verlaufen überwiegend in den Fahrspuren der breiten Wirtschaftswege durch die Wälder und über die Felder, mit ein paar kurzen Straßenabschnitten. Kaum merklich steigt das Gelände an, während wir uns am Rand des Kiefernwaldes, später über freies Feld vom Planetal nach Mützdorf bewegen. Das gelegentlich aus der Grasnarbe hervorschauende alte Kopfsteinpflaster, legt die Vermutung nahe, dass es sich um die alte Verbindungsstraße zwischen den Dörfern handelt. In Mützdorf steht als Abwechslung zu den vielen Feldsteinkirchen mal eine aus roten Backsteinen am Rand der Wiese des Dorfangers, der für wenigen Häuser drumherum reichlich groß bemessen erscheint. Hinter dem Dorf beginnt die Brandtsheide, ein ausgedehntes, kaum besiedeltes Waldgebiet, das sich südlich von Wiesenburg bis nach Sachsen-Anhalt hinein erstreckt. Die wenigen Ortschaften sind oft aus ehemaligen Kohlenbrennersiedlungen hervorgegangen, Man erkennt sie unter anderem daran, dass ihre Namen auf "-hütten" enden, wie z.B. Jeserigerhütten oder Neuhütten und, dass sie meist keine eigenen Kirchen haben. Der Wald war entgegen meiner Erwartung relativ abwechslungsreich. Klar, ohne Kiefern geht's halt nicht in Brandenburg, aber hier findet man auch einige andere Nadel- und Laubbäume, teils in Monokultur teils aber als recht wilden und vielfältigen Mischwald mit natürliche Altersstruktur. Die beiden Dörfer Jeserig und Jeserigerhütten befinden sich in einer breiten, langgezogenen Waldschneise, die sich nördlich bis nach Wiesenburg fortsetzt. Der Burgenwanderweg lässt Jeserigerhütten links liegen und verläuft am östlichen Waldrand. Einen der vielen Wegweiser müssen wir dort offenbar übersehen haben (das zweite Mal heute schon), sodass wir ein kurzes Stück von der Originalroute abgewichen sind. Als wir sie wieder eingeholt hatten, folgten wir ihr auf einem schönen Feldweg, der uns nach Jeserig brachte. Es hat mich sehr überrascht, dass man das Wiesenburger Schloss von hier so gut erkennen kann. Von der Bahn aus, die ca. 3 km näher daran vorbeiführt, kann man es nämlich nicht sehen. Aus der Perspektive von hier drüben, erhebt es sich so hoch über die Bäume, dass es scheinbar das ganze Tal beherrscht. Das Bemerkenswerteste an Jeserig ist sicherlich der See. Damit kann kaum ein Flämingdorf aufwarten, insbesondere nicht mit einem, der groß genug ist, dass er sich zum Baden eignet. Der Wanderweg würdigt das entsprechend mit einer Ehrenrunde um das Gewässer und wir taten es ihm gleich. Laut Zeitungsberichten gehört der See leider inzwischen zu der Sorte von Geheimtipps, dessen Geheimgesellschaft mächtigen Zulauf hat. An heißen Sommertagen kann es also hier recht voll werden, was Anglern, Naturschützern und Einwohnern Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Wir haben heute nicht groß darüber nachgedacht, schwimmen zu gehen. Schon eher kreisten unsere Gedanken um einen wärmenden Saunabesuch, dessen wohltuende Entspannung uns traurigerweise momentan verwehrt ist. Das wäre natürlich ein perfekter Abschluss nach der Heimreise gewesen. Noch lagen aber ein paar Kilometer vor uns. Den kurzen Abschnitt an der fußweglosen Landstraße ab Jeserig bis empfand ich als das am wenigsten schöne Stück der gesamten heutigen Wanderstrecke. Es sind jedoch letztendlich nicht mehr als 200 m und selbst die kann man ein wenig abkürzen. Hinter der Bundesstraße 107 taucht man gleich wieder in den Wald ein. Auch hier findet sich ein schöner Mix aus Nadel- und Laubbäumen. Der gerade Waldweg zum Bahnhof wird zudem von einer fast schon herrschaftlich zu nennenden Laubbaumallee (ich glaube Ahorn) eingefasst. Man fragt sich fast, ob dieses Gebiet vor dem Bau der Eisenbahn vielleicht zum Wiesenburger Schlosspark gehört haben könnte, zumal im Unterholz viele Rhododendronbüsche zu sehen sind. Aber dafür sind die Bäume wohl nicht alt genug. Der RE7 fährt am Wochenende nur alle 2 Stunden, sodass nach Erreichen des Bahnhofs noch eine gute Stunde Wartezeit verblieb. Angesichts der 35 km Wanderstrecke, die bereits hinter uns lag, entschieden uns dagegen, noch die 2 km weiter zu laufen, um einen Blick auf das Schloss zu werfen. War genug für heute und da es bereits anfing zu dämmern, waren vermutlich sowieso keine spektakulären Eindrücke mehr zu erwarten. Um warmzubleiben machten wir noch einen kurzen Spaziergang ganz im Süden des Parks, bevor dann bald der Regio einrollte und die Bahnhofswärterin mit dem Öffnen der Pforte den Weg über die Schienen freigab. Im Großen und Ganzen hat mir die erste Hälfte der Wanderwegetappe besser gefallen. Neuendorfer Rummel, Flussaue am Planeoberlauf, Burg Rabenstein – Die schönen Filetstücke versammeln sich auf den ersten 20 Kilometern. Der Weg von Raben bis Wiesenburg ist jedoch meilenweit davon entfernt unschön zu sein. Eher würde ich sagen, dass man am Anfang mit Highlights ziemlich verwöhnt wird. Wenn man die Strecke so wandert, wie wir es gemacht haben, kann der Rest damit einfach nicht ganz mithalten.

      • 16 de marzo de 2021

  10. peacemaker_fx hizo una caminata.

    5 de marzo de 2021

    07:47
    42,9 km
    5,5 km/h
    440 m
    540 m
    A Davide Marchesini, Lausitzsonne y 36 más les gusta.
    1. peacemaker_fx

      Es widerstrebte zwar meinem Ordnungssinn ein wenig, den angefangenen Burgenwanderweg nicht in einer Runde mit aufeinanderfolgenden Etappen zu wandern. Am Wochenende nach 15:00 Uhr gibt es jedoch nur noch einen einzigen Rufbus Richtung Genthin, um aus Ziesar wieder abreisen zu können. Mit dem dauert die Verbindung nach Berlin zudem über 3 Stunden. Wenn man den verpasst sieht es schlecht aus mit Öffis. Das war mir doch etwas zu heikel und daher hab ich diese lange Etappe auf Freitag vorgezogen. Das fehlende Stück von Niemegk nach Wiesenburg wir dann nachgeholt. Die Verbindung nach Wiesenburg ist dagegen kinderleicht. Am Alex einsteigen, Wiesenburg wieder raus. Dorf und Schloss liegen ein ganzes Stück von der Bahnlinie entfernt. Der Wanderweg führt durch den schönen Park darauf zu. Anfangs wähnt man sich noch durch einen Wald zu laufen. Bald jedoch machen die riesigen Rhododendronhecken stutzig. Nach und nach nimmt das Gelände mehr und mehr gestaltete Formen an. Wiesen präsentieren weite Ausblicke und am Wegrand stehen wunderschöne alte Baumriesen. Im Kernbereich des Landschaftsparks gruppiert sich alles um die geschwungenen Uferlinien der beiden Teiche zu Füßen der Südfassade des Schlosses.
      Der Turm aus Feldsteinen verrät, dass es sich hier ursprünglich um eine Burganlage gehandelt haben muss. Diese war aber bereits 1547 im Schmalkaldischen Krieg zerstört worden. Im Anschluss daran wurde auf den verbliebenen Grundmauern das Schloss errichtet. Mitte des 19. Jh. erhielt es nach einer erneuten Umgestaltung sein heutiges Aussehen. Die Heimatstube im Torhaus, über welche man Zugang zum Turm erhält, ist wochentags sowieso nicht geöffnet; Wegen Corona vermutlich momentan auch nicht an den Wochenenden. Ich glaube, das ist mein 5 oder 6 Besuch in Wiesenburg, ohne dass ich es geschafft habe, hinaufzukommen. Aber ich gebe nicht auf. Irgendwann wir es klappen.
      Der Wanderweg führt nun Richtung Westen auf einer Nebenstraße aus Wiesenburg heraus. Er verläuft durch den Wald nach Neuhütten, wo er das Dorf an der Südseite umgeht. Auch hinter dem Ort bleiben sowohl die Richtung als auch der Wald erhalten. Es geht in den flachen Talgrund, der "Alte Hölle" genannt wird. Mitten im Wald befindet sich dort ein Restaurant und Hotel. Zu DDR-Zeiten war es Parteifunktionären vorbehalten und nicht öffentlich zugänglich. Kurz dahinter weichen Bäume zurück und man wandert entlang des Waldrandes, wo man einen wunderbaren weiten Blick über das Tal nach Reetz hinüber hat. Man sollte den Blick evtl. nicht zu weit senken, denn die Mitte des Tals wird vom Tagebau einer Tongrube eingenommen, deren Anblick der hübschen Szene weniger zuträglich ist. Eine Hinweistafel am Wegesrand berichtet von einem kleinen Abstecher zum Gutshaus Mahlsdorf. Hm, warum nicht? So verließ ich den Wanderweg, welcher nach rechts in den Wald hinaufführt, und lief die 1,5 km geradeaus weiter. Im Nachhinein, sage ich, hätte ich mir das aber sparen können. Das ehemalige Gutshaus befindet sich in einem erbarmungswürdigen Zustand. Es steht leer und verrottet. Dabei hat es leider noch nicht mal die morbiden Ausstrahlung einer schönen Ruine, denn während der DDR-Zeit ist offensichtlich rundherum die Fassade abgeschlagen und das Gebäude glatt verputzt worden, die alten Fenster wurden entfernt und durch neue ersetzt, zum Teil sogar durch solche, wie man sie von den Plattenbauten kennt. Es verbreitet den Charme einer alten Kaserne und ist wirklich nicht sehenswert. Man kann bei Komoot ja nur Highlights anlegen. Wenn es Lowlights geben würde, wäre es ein topp Anwärter dafür.Zurück zum Wanderweg ging es nun eine lange, gerade Strecke durch den Wald. Größtenteils Kiefernforst mit nur wenig Abwechslung. Erst kurz vor Erreichen von Görzke konnte ich wieder die Sonne genießen. Felder und Wiesen bedecken die Hügel rund um das große Dorf, dessen Kirchturm schon von weitem dahinter hervorleuchtet. Der Ort selber liegt im Tal. Er bezeichnet sich selbst als Töpferort. Nach Tonfunden in der Umgebung hatten sich Görzke und Ziesar ab dem 17 Jh. zu Zentren der Töpferei entwickelt. Erst das Aufkommen von Kunststoffen Anfang des 20 Jh. bereitete dem ein Ende. Heute sind laut Webseite des Ortes immerhin noch sechs Töpfer hier ansässig. Am Ostersamstag und -sonntag findet hier jährlich ein offenbar recht bekannter Töpferwarenmarkt statt, welcher von Töpfern und Keramikfreunden aus aller Herren Lande besucht wird. Ich hab zwar noch nie was davon gehört, was aber nichts heißen muss. Vasen, Tassen und Schüsseln aus gebrannten Ton entfachen in mir keine erwähnenswerte Begeisterung. Trotzdem gefällt mir der Gedanke, dass es so was gibt und Leben in die Bude bringt. Aus Görzke hinaus führt der Wanderweg wiederum zwischen großen, freien Feldern über den breiten Rücken eines Hügels, an dessen Ende man den kleinen Riembach überquert. Dahinter fängt fast unmittelbar ein großes Waldgebiet an, dass sich bis zum Rand der Flämingberge im Osten erstreckt. Durch den magereren Sandboden und den Wassermangel bedingt, entwickelten sich darin nur wenige und eher kleine Siedlungen. Gleich am Waldrand befindet sich die Wüstung Dangelsdorf. Das Dorf lag laut historischen Aufzeichnungen bereits 1375 wüst. Umso erstaunlicher, dass nach fast 650 Jahren von der einstigen Dorfkirche immer noch so große Teile der aus Feldsteinen gemauerten Ost- und Westwand übrig sind. Form und Größe des Gebäudes kann man sich noch ganz gut vorstellen. Auch niedrigere Mauerreste von den Seitenwänden und der Umfriedung sind noch da. Bei dem schönen sonnigen Frühlingswetter wirkt die einsame Ruine mitten im Wald romantisch, verloren und idyllisch. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie unsere Vorfahren aus weniger abgeklärten Zeiten damit umgegangen sind. Es scheint mir aber, als könnte die Mystik des verlassenen Ortes durchaus Anlass zu gruseligen Phantasien und Legenden gegeben haben. Oder hat die bäuerliche Bevölkerung das eher pragmatisch gesehen? Wer weiß? Fast 10 km führt der Weg nun durch den Wald. Während der kürzere Abschnitt bis Dahlen noch ein paar unterschiedliche Laub- und Mischwälder durchquert, finden sich später fast ausschließlich uniforme Kiefernwälder unterschiedlichen Alters, durch ein rechtwinkliges Waldwegnetz voneinander getrennt.
      In Dahlen habe ich einen Abstecher zum Guthaus und insbesondere zu dem umgebenden Park gemacht. Der Gutspark, so liest man, ist für seinen überaus seltenen und exotischen Baumbestand bekannt ist. Nun ja, dafür ist noch nicht die Jahreszeit. Wohl aber für die exorbitanten Schneeglöckchenwiesen. Das Gutshaus ist Mitte des 19. Jh im Stil der Schinkelarchitektur erbaut worden. Nach dem Krieg wurde es in den 1950er Jahren in ein Altenheim ungewandelt. Später erweiterte man das Heim mit mehreren Plattenbauten, was der ursprüngliche Optik ziemlich abträglich ist. Nun gut, kann ja nicht alles ein Museum werden. Theodor Fontane hatte es übrigens als Gast der Gutsbesitzerfamilie von Schierstedt auch mal für einen kurzen Besuch hierher verschlagen.
      Wie gesagt, von Dahlen bis zum Waldrand war es eher öde und langweilig. Erst kurz davor gab es etwas Interessantes. Plötzlich tat sich neben dem Weg eine große, ca. 10m tiefe und offensichtlich künstliche Vertiefung mitten Wald auf. Zuerst dachte ich, dass hier vielleicht die Sowjetarmee gegen den Imperialismus gekämpft hat. Aber nein, die Grube ist viel älter. Es handelt sich um eine der Pramsdorfer Tongruben, eine jener Fundstellen, durch welche in Görzke und Ziesar Töpferwarenherstellung und -handel einst wichtige Wirtschaftsfaktoren geworden waren. Bald darauf war endlich der Waldrand erreicht. Ich war so froh, wieder offenen Himmel über mir zu haben. Nicht nur der Wald auch die Fläminghöhen lagen nun hinter mir. Das Land ist flach und wird von sehr große Weiden und Feldern eingenommen. Lediglich ein paar niedrige, bewaldete Hügel erheben sich in der alten Schwemmebene des Buckautales. In einem großen Bogen führt der Wanderweg hindurch, überquert das Flüsschen und erreicht das Dorf Köpernitz. Am Anfang hatte ich die offene Weite noch sehr genossen. Je weiter ich voranschritt, desto mehr machte sich jedoch auch einige Nachteile der Strecke bemerkbar. Zum einen sind die Feldwege fast durchgehend baum- und strauchlos, sodass ich bei dem heutigen Strahlewetter weder vor der Sonne noch vor dem Wind geschützt war. Zum anderen näherte ich mich immer mehr der Autobahn, deren ungehindert herüberschallenden Krach man sich leider nicht entziehen kann. Nachdem bereits über 30 km hinter mir lagen, war diese Durststrecke auf Dauer ein wenig quälend und unwillkürlich fing ich an, ständig das Handy rauszuholen und zu schauen, wieviel Kilometer es noch sind. Im Dorf Köpernitz ist mir nichts weiter Erwähnenswertes aufgefallen. Irgendwie kurios fand ich, dass der Bauer, der das umliegende Land bewirtschaftet, offenbar sehr große Sorgen bezüglich der Wölfe hat, die sich neuerdings wieder in unseren Breiten angesiedelt haben. Alle Weiden waren rundum von ca. 1,80 Meter hohen grobmaschigen Drahtzäunen komplett umgeben. Die Pfähle bestehen aus alten Eisenbahnschwellen, die senkrecht in den Boden gerammt worden sind. Vor und hinter dem Dorf bin ich mindestens an 5 km solcher Befestigungsanlagen vorbeigelaufen. Für die benötigen Bahnschwellen mussten sicher einigen Fernstrecken herhalten. :-). An den Zäunen sind überall Schilder mit der Aufschrift "Der Wolf frisst kein Gras befestigt". Echt beeindruckend. Hinter Köpernitz macht der Burgenwanderweg noch mal einen 3 Kilometer langen Schlenker ins Hinterland bevor es dann zurück und über die A2 hinweg nach Ziesar geht. Man passiert das Sumpfgelände "Alter See". Der für Ziesar namensgebende See (von slawisch: za jezero = hinter dem See) war bereits im dem Mittelalter durch Trockenlegungsmaßnahmen verlandet. Trocken war der Weg um die Pferdekoppeln herum allerdings nicht. Hab mir tatsächlich auf den letzten Metern vor dem Ziel noch so richtig schlammige Schuhe geholt. Na, egal. Sieht wenigstens authentisch aus. Der Burgenwanderweg macht seinem Namen Ehre. Die Burg ist tatsächlich das erste Gebäude der Stadt, das man erblickt, wenn man zwischen den Sträuchern hervortritt. Die nähere Erkundung von Burg und Stadt stand heute nicht mehr auf dem Programm. Meine Füße liefen ganz automatisch Richtung Bushaltestelle. Der Ort machte im Vorübergehen jedoch einen ganz hübschen Eindruck. Daher hab ich mir vorgenommen, vor dem Start der nächsten Etappe ein klein wenig Zeit dafür einzuplanen. So richtig gut gefallen hat mir von dieser langen Strecke nur die erste Hälfte. Bis zur Kirchenruine von Dangelsdorf war der Weg abwechslungsreich und unterhaltsam. Ortschaften, Felder, Berge und Waldabschnitte wechselten einander ab. Den zweiten Teil fand ich dann zu langweilig und eintönig und zudem nervt zum Ende hin die Autobahn, die sich auf einer Strecke von ca. 4 km immer in Hörweite befindet.

      • 9 de marzo de 2021

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